2. Elternbrief

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veröffentlicht am 23. März 2020

ELTERNBRIEF Nr. 2, 21.03.2020

Sehr geehrte Eltern! Liebe Schülerinnen und Schüler!

Still ruht die Schule. Menschenleer ist sie aber nicht: Im Sekretariat sind Frau Räth und Frau Restel präsent, Herr Di Giovanni ist im Haus, Frau Gottschalk und ihr Team sorgen für gründliche Reinigung, Herr Contzen und Herr König koordinieren mit Hilfe der elektronischen Kommunikationsmittel die Schulorganisation - so gut das denn alles in dieser außergewöhnlichen Situation gelingt.

Ausdrücklich bedanke ich mich dafür, dass die Elternschaft der Hildegardis-Schule die Schulschließung sehr besonnen und verantwortungsvoll begleitet hat. In der eingerichteten Notbetreuung befindet sich im Augenblick kein Kind. Für die Notbetreuung gibt es von Seiten des Ministeriums neue Vorgaben, über die ich Sie im Folgenden auch informiere (s.u.).

An jedem Tag sind neue Verlautbarungen des Schulministeriums zu erwarten, auf manche Frage wissen wir im Moment noch keine Antwort. Wir planen bis zu den Osterferien, gehen also davon aus, dass nach den Osterferien der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen wird (Stand: 21. 03. 2020). Wenn Sie Fragen rund um die Schule haben, dann nenne ich Ihnen folgende Kontaktmöglichkeiten:

 

Und jetzt möchte ich Sie gezielt über bestimmte Themen informieren.

Mit dem Kollegium haben wir diese Vereinbarungen abgestimmt:

 

  • SEVO in der Q1
  • SEVO-Leistungsformate, die vor dem 13. 03. 2020 mit Schülerinnen und Schülern vereinbart und im Erarbeitungsprozess sind, werden abgeschlossen.
    • Schriftliche Hausarbeit: Terminsetzung für die Abgabe;
    • Kooperative Präsentation:  Terminsetzung für die Arbeitsphase; Abgabe von Thesenpapier und Präsentation per Mail zu einem festgelegten Termin.
  • SEVO-Leistungsformate werden neu nicht mehr auf den Weg gebracht.
  • Einzelheiten sprechen die Schüler und Schülerinnen bitte mit der jeweiligen Lehrkraft ab.

 

  • Q2  -  Abitur
    • Der Zeitplan für die Abiturprüfungen ist bisher nicht geändert worden.
  • Bis zum 27. 03. 2020 werden die Lehrerinnen und Lehrer die Notenlisten bei der Jahrgangsstufenleitung einreichen. Dann wird die Zulassung zum Abitur festgestellt.
  • Unklar ist noch, wie wir die Schülerinnen und Schüler der Q2 über Noten informieren und wie wir ihnen die Abi-Vorklausuren zurückgeben.
  • Wir erwarten Vorgaben des Schulministeriums und informieren zeitnah.

 

  • Aufgaben für das Lernen mit elektronischen Medien  -  Benotung von Schülerbeiträgen

Die Vorgaben des Schulministeriums (s.u. Anhang) setzen wir so um:

  • Die Lehrerinnen und Lehrer versorgen die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich mit Lernmaterial. Dafür wird es nach Jahrgang, Fach, Thema etc. sicher unterschiedliche Voraus-setzungen geben. Wir bitten um Verständnis, wenn eine Klasse zeitweise vielleicht nicht für alle Fächer Aufgaben erhält. Bedenken Sie, dass die Kolleginnen und Kollegen relativ unver-mittelt vor der Aufgabe stehen, für teilweise höchst unterschiedliche Lerngruppen Unterrichts-inhalte allein mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel aufzubereiten - von der gedanklichen Konzeption, über die Materialauswahl bis zur Rückmeldung.
  • Grundsätzlich können die Lernangebote vor allem diese Anforderungen berücksichtigen: üben/trainieren (von Methoden) -  wiederholen  -  vertiefen  -  Neues entdecken lassen.
  • Neue Unterrichtsinhalte sind mit Augenmaß zu vermitteln: Schwierigkeitsgrad und Lerntempo sollten wegen der begrenzten Rückmeldemöglichkeiten angepasst werden.
  • Es wird von den Schülerinnen und Schülern erwartet, dass die bereitgestellten Materialien bearbeitet werden. Arbeitsergebnisse sollten nach den Osterferien ggf. im Plenum noch ein-mal thematisiert und überprüft werden.
  • Eine Abgabe der bearbeiteten Aufgaben kann den Schülerinnen und Schülern empfohlen, nicht jedoch verlangt werden: Wird bis zu einer gesetzten Frist eine Bearbeitung nicht eingereicht, so kann diese nicht mit  ungenügend  bewertet oder anderweitig sanktioniert werden.
  • Bearbeitete Aufgaben werden von der Lehrkraft entgegengenomen und nach Möglichkeit auch kommentiert und korrigiert  – sie  werden aber nicht benotet. Die Lehrerinnen und Lehrer begleiten beratend als Lerncoaches. Dies gilt sowohl für die Sek. I als auch für die Sek. II. (s. u. Anhang: Vorgabe des Schulministeriums NRW zur Frage der Benotung)
  • Eine Bewertung im Bereich der sonstigen Mitarbeit kann - abweichend von der generellen Regelung - in folgenden Fällen vorgenommen werden:
    • Sollte eine Aufgabe schon vor dem 16.03. gestellt und nun eingereicht worden sein, darf diese in die sonstige Mitarbeit einfließen.
    • Der eingereichte Beitrag eines Schülers oder einer Schülerin kann in geringem Um-fang in die Bewertung der sonstigen Mitarbeit einfließen,
  • wenn der Beitrag erkennbar auf einer Eigenleistung beruht;
  • wenn der Beitrag qualitativ den aktuellen Leistungsstand übertrifft.
  • Dies ist vor der Aufgabenstellung den jeweiligen Schülerinnen und Schülern so mitzuteilen.
  • Leistungsstände oder Benotungen werden nicht digital mitgeteilt. (Stand 21. 03. 2020)
  • Die bereitgestellten Aufgaben decken zeitlich nicht den ausgefallenen Unterricht ab. Für   

3 Schulstunden Unterrichtsausfall ist also nicht Arbeitsmaterial im Umfang von 3 Stunden zu bearbeiten. Aufgaben sollten außerdem so angelegt sein, dass die Schülerinnen und Schüler nicht überfordert werden.

 

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, indem Sie als Eltern das häusliche Lernen aufmerksam begleiten. Sie müssen mit den Kindern und Jugendlichen nicht den Stundenplan 1 zu 1 abarbeiten, aber es wäre viel gewonnen, wenn im Tagesablauf feste Zeiten für das Lernen eingeplant würden. Über die Tage wird mit Hilfe der bereitgestellten Aufgaben im besten Fall kontinuierlich gelernt. Für Ihre Kinder mag mit der Schulschließung eine „Ferienzeit“ gekommen sein, so ist es aber - zumindest bis zum Beginn der Osterferien - nicht. „Unterricht“ findet jetzt zuhause statt.

 

  • Not-Betreuung an der Hildegardis-Schule

 

  • Mit dem Kollegium ist ein Einsatzplan für die Not-Betreuung erstellt.
  • Sie können ein Kind jederzeit für die Not-Betreuung anmelden. Nutzen Sie dazu bitte, das An-meldeformular, das Sie auf der Homepage der Schule finden und ausdrucken können. Oder verwenden Sie das Anmeldeformular des Schulministeriums:

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/Antrag-auf-Betreuung-eines-Kindes-waehrend-des-Ruhens-des-Unterrichts.pdf

  • Sie können die Not-Betreuung in Anspruch nehmen, wenn Sie beruflich im Bereich sog. kritischer Infrastrukturen tätig sind. Einen Anspruch haben auch Alleinerziehende mit einer beruflichen Tätigkeit im Bereich kritischer Infrastrukturen. Ihr Arbeitgeber oder Dienstherr wird Ihnen bei Bedarf eine entsprechende Bescheinigung ausstellen, die Sie uns bitte vorlegen.
  • Mit dem Stichtag 23. 03. 2020 ist die Not-Betreuung ausgeweitet worden:
    • Zeitlich: Die Schule wird eine Not-Betreuung auch am Samstag und am Sonntag sowie in den Osterferien einrichten.  Ausgenommen sind die Tage von Karfreitag bis Ostermontag (10. - 13. 04. 2020).
    • Anspruch: Einen Anspruch haben Sie auch dann, wenn Sie - unabhängig von der Beschäftigung des Partners oder der Partnerin - in kritischen Infrastrukturen arbeiten, dort unabkömmlich sind und eine Betreuung im privaten Umfeld nicht gewährleisten können.

! Bitte teilen Sie uns bis Freitag, 27. 03. 2020, mit, ob Sie ein Kind für die Not-Betreuung anmelden möchten (einschließlich Samstag, Sonntag und über die Osterferien). Sollte kurzfristig Bedarf entstehen, dann schreiben Sie an diese Mailadresse eine Nachricht:

michael.koenig@hildegardis-schule.de

 

Mit diesem Überblick hoffe ich, Sie über wichtige Fragen und Themen informiert zu haben. Für Rück-fragen können Sie sich gerne an mich wenden (s. o. Kontakt). Mit weiteren Elternbriefen werde ich Sie auf dem Laufenden halten. Und dann gilt der Satz aus dem Elternbrief vom 13. 03. 2020: „Die Hildegardis-Schule wird sehr darauf achten, dass diese außergewöhnliche Lage sich in schulischer Hinsicht nicht nachteilig für Ihre Kinder auswirkt.“

Mögen Sie und Ihre Familien gesund durch diese Zeit kommen!

 

Mit besten Grüßen

M. König

 

Anhang

 

 

Auszüge aus den Verlautbarungen des Schulministeriums NRW (s.o.)

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html

 

„Sind Schülerinnen und Schüler verpflichtet, alle Aufgaben zu erledigen oder ist das freiwillig?

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei Zeiträumen des Ruhens des Unterrichts aus Infektions-schutzgründen nicht um Ferien handelt, die der Erholung dienen.

Gemäß § 42 Absatz 3 Satz 1 SchulG haben Schülerinnen und Schüler die Pflicht daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Die Aufgaben-      erledigung kann daher erwartet werden. Sie unterstützt die Aufgabenerfüllung der Schule und erleich-tert das Erreichen von Bildungszielen nach Wiederaufnahme des Unterrichts. Die Aufgabenerledigung liegt vor diesem Hintergrund im hohen Maße im Eigeninteresse der Schülerinnen und Schüler.

 

Werden diese Aufgaben benotet?

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (§ 48 Absatz 2 Schulgesetz NRW). Die während der gegenwärtigen Zeit des Ruhens des Unterrichts bearbeiteten Aufgaben werden – ebenso wie Hausaufgaben – daher in aller Regel nicht benotet. Sie können aber durch die Lehrerinnen und Lehrer überprüft und für die weitere Arbeit im Unterricht ausgewertet werden.“

 

 

Schul-Mail vom 15. 03. 2020 (Auszug)

„I. Lernangebote für die Zeit des Unterrichtsausfalls

Auch wenn aktuell kein Unterricht stattfindet, sollen die Schulen das Lernen der Schülerinnen und Schüler zunächst bis zu den Osterferien weiter ermöglichen. Lehrerinnen und Lehrer stellen hierzu Lernaufgaben bereit. Die Lernaufgaben sollen so konzipiert werden, dass sie das Lernen der Schüle-rinnen und Schüler z.B. in Form von Projekten, fachübergreifenden Vorhaben oder Vorbereitungen von Präsentationen unterstützen und an den Unterricht anknüpfen.

Die Schulleitungen stellen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, welche Aufgaben in häuslicher Arbeit zu erledigen sind. Die Eltern sind in geeigneter Form zu informieren.

Klarstellend sei darauf hingewiesen, dass mit dem Angebot nicht die Erwartung verbunden wird, der Stundenplan werde in die häusliche Arbeit der Schülerinnen und Schüler verlagert. Es gilt für alle Beteiligten (Lehrkräfte und Eltern), Augenmaß zu bewahren.

III. Schriftliche Leistungsnachweise

(...)

Ansonsten finden auch sonstige schriftliche Leistungsüberprüfungen bis zum Ende der Osterferien nicht statt.“

 

Der Elternbrief Nr. 2 steht hier auch als Download zur Verfügung:

 

 

 

Elternbrief 21. 03. 2020-1.pdf

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