Inhaltsverzeichnis

Umweltkonzept

1.1 Unser Auftrag

Unser Engagement steht in engem Zusammenhang mit der Umsetzung des Leitbildes der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Schwerpunktmäßig ist das Engagement in Kriterium 6 (Die Welt als Schöpfung: Zur Verantwortung bereit sein) verankert. Berücksichtigung finden aber auch die Kriterien 2 (Die Würde des Menschen: Verwurzelt in seiner Gottebenbildlichkeit), 5 (Der Mensch: Einheit von Leib, Seele und Geist) und 7 (Zum Guten befähigen: Zur Liebesfähigkeit führen).

1.2 Unsere Umsetzung

Die Hildegardis-Schule gehört seit dem Jahre 2000 zu den ersten MINT-EC-Schulen. Ziel des Vereins ist es, besondere Begabungen von Schülerinnen und Schülern im naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern. Dazu gehört auch die Berücksichtigung von speziellen Umweltkonzepten.

In den letzten Jahren haben sich an der Hildegardis-Schule mehrere Schwerpunkte entwickelt:

Teilnahme an der Klima-Tour des VcD seit 2010
Infos unter: www.klima-tour.de

Nachdem wir im Jahre 2010 mit einer Klasse teilgenommen haben, sind es mittlerweile regelmäßig ca. sechs Teams von SchülerInnen und ein Lehrerteam, die in den Monaten von März bis August mindestens jeweils 2500 km mit dem Fahrrad zurücklegen, die sie normaler-weise mit dem Auto fahren würden, und somit eine virtuelle Deutschlandtour im Internet bestreiten. Durch die Teilnahme an Quizaufgaben und durch Informationen zum Klimaschutz wird das Wissen der SchülerInnen erweitert. Regelmäßig gehört die Hildegardis-Schule zu den Gewinnern. So wurde 2012 der Hauptpreis gewonnen.

Während der Klima-Tour 2015 hat ein Fernsehteam der Kindersendung ´neun1/2´ des WDR einen Film zum Thema „Autoflut“ in Hagen und an der Hildegardis-Schule gedreht.

 

Ausbildung zu Klimabotschaftern bei Plant for the Planet seit 2010
Infos unter:
www.plant-for-the-planet.org Bericht zur Akademie in Hagen:
www.content.globalmarshallplan.org/ShowNews.asp?ID=7235

2016 fand die erste Plant-for-the-Planet-Akademie in Hagen statt, zu der sich 20 Kinder der Klassen 5 und 6 der Hildegardis-Schule angemeldet hatten. In den letzten Jahren waren bereits an verschiedenen Orten ca. 18 Kinder der Schule auf solchen Akademien zu Klimabotschaftern ausgebildet worden. Vier der ausgebildeten Kinder haben bei der Akademie in Hagen die Co-Moderation übernommen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Hagen und Umgebung durch den Tag begleitet, indem sie selbst einen Vortrag gehalten und Kleingruppen geleitet haben. Damit sind Plant-for-the-Planet und die mit der Aktion verbundene ´Gute Schokolade´ wichtige Eckpunkte für das Umweltbewusstsein der SchülerInnen an der Hildegardis-Schule.

Plant-for-the-Planet ist eine weltweite Klimaschutzorganisation von Kindern für Kinder, die 2007 von dem damals 9-jährigen Felix Finkbeiner gegründet wurde. Kinder übernehmen Verantwortung für die Umwelt und versuchen, mit dem Pflanzen von Bäumen das Klima zu retten. Ziel der Kinder ist es, in jedem Land der Erde eine Million Bäume zu pflanzen, da diese das u.a. durch menschliche Aktivitäten freigesetzte Treibhausgas Kohlenstoffdioxid binden.

Durch zahlreiche Aktionen in und außerhalb der Schule bringen die Kinder die Idee des Klimaschutzes zu ihren MitschülerInnen und zu den Einwohnern von Hagen.

Verkauf von Klimaschutzheften aus Recyclingpapier seit 2011
Diese Aktion wird durch die Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Kreis in Münster-Wolbeck ermöglicht. Bereits am Kennenlerntag für die neuen SchülerInnen der 5. Klassen bieten wir den Eltern ein Starterpaket bestehend aus elf Heften und zwei Collegeblöcken zu einem Sonderpreis an, um den Umweltgedanken zu verankern. Während des ganzen Schuljahres können Hefte, Collegeblöcke und Klausurbögen beim Hausmeister erworben werden.

Fairtrade-School seit 2013, Faire Gemeinde seit 2015
Infos unter: www.fairtrade-schools.de, www.faire-gemeinde.de

Um die Anerkennung als „Fairtrade-School“ zu erlangen, sind fünf Kriterien zu erfüllen:

Kriterium 1
Gründung eines Fairtrade-Schulteams bestehend aus Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen, Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten. Unser Team besteht

momentan aus zwei Kolleginnen, sieben SchülerInnen und vier Eltern. Die Treffen finden mindestens zweimal jährlich statt.

Kriterium 2
Erstellen eines Fairtrade-Kompasses an der Schule, der vom Schulleiter/ der Schulleiterin unterzeichnet sein muss.

Kriterium 3
Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule. Es gibt einen Fairtrade-Kiosk an Schule, der einmal pro Woche in den Pausen und zu besonderen Gelegenheiten die fair gehandelten Waren, wie Schokolade, Popquins aus Quinoa und Maniokchips, anbietet.

Kriterium 4
In mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern Fairtrade im Unterricht behandelt werden. Dies erfolgt in den Fächern Biologie, Religion, Erdkunde und Politik in unterschiedlichen Jahrgängen.

Kriterium 5
Mindestens einmal im Schuljahr muss es eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben. Im Jahre 2013 haben wir mit einem Projekttag für alle SchülerInnen mit ca. 40 verschiedenen Workshops, darunter ca. 20, die von außerschulischen Partnern begleitet wurden, unser Engagement gestartet.

Regelmäßig informieren wir am Tag der offenen Tür über unsere Aktivitäten. Besonders beliebt ist an diesem Tag ein Cocktail aus fair gehandelten Säften. Ferner werden seit einigen Jahren am Valentinstag fair gehandelte Rosen angeboten. Darüber hinaus ergeben sich immer wieder besondere Gelegenheiten, wie z.B. das Schuljubiläum oder einen Klimagottesdienst im Rahmen des Klimapilgerns zur Vorbereitung des Klimagipfels in Paris im Jahre 2015, zu denen sich SchülerInnen engagieren. Jede und Jeder von uns kann durch ihr und sein Konsumverhalten das Angebot der Waren in unseren Läden beeinflussen und durch den gezielten Kauf von fair und nachhaltig produzierten Waren die Arbeitsbedingungen der ProduzentInnen verbessern. Eine gute Qualität der Waren muss durch einen angemessenen Preis honoriert werden. Um die eigene Verantwortung übernehmen zu können, ist es zunächst wichtig, Informationen über die Produktionsbedingungen und Arbeitsbedingungen zu bekommen. Gerade Kinder und Jugendliche hinterfragen ihr Konsumverhalten häufig nicht. Es besteht bei ihnen kein Zusammenhang zwischen den gekauften Waren und den Arbeits- und Lebensbedingungen der ProduzentInnen. Häufig werden Konsumgüter unter Beteiligung von Kinderarbeit hergestellt. Vielen SchülerInnen ist es nicht bewusst, dass Kinder in den Ländern des Südens keine Schulen besuchen können, da sie durch ihre Arbeit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen. Wenn aber der Lohn für die Arbeit der Eltern dieser Kinder angemessen ist, sind die Eltern auch in der Lage, ihre Kinder in die Schule zu schicken und ihnen so eine gute Basis für ihr weiteres Leben zu geben.

Dieses Bewusstsein bei den SchülerInnen zu schaffen, haben wir uns als Aufgabe gesetzt. Die Hildegardis-Schule hat sich am Projekt ´Faire Gemeinde/Schule´ des Erzbistums Paderborn beteiligt und trägt seit 2015 diesen Titel.

Schule der Zukunft seit 2015
Infos unter: www.schule-der-zukunft.nrw.de
Die Hildegardis-Schule hat sich für den Kampagnezeitraum 2016 – 2020 zum zweiten Mal bei der Aktion angemeldet. Für die erste Bewerbung erhielt die Schule im Februar 2015 für ihre Aktivitäten im Fairtrade-Bereich eine Auszeichnung in Silber.

Darüber hinaus nehmen einzelne SchülerInnen regelmäßig an verschiedenen Wettbewerben teil. Zuletzt hat die Hildegardis-Schule einen 1. Preis beim Klimaschutzwettbewerb des Erzbistums Pader-born gewonnen. Der Gewinn bestand ineinem zweitägigen Aufenthalt im Haus der KLJB in Rüthen-Hoinkhausen, wo ein Film zu den Umweltaktivitäten an der Schule gedreht wurde.

    Letzte Änderung: 12.10.2017