Einführung

Seit dem Schuljahr 2013/14 konzipiert die Hildegardis-Schule ihre Sekundarstufe II von Grund auf neu. Das Modellvorhaben ermöglicht es, die Interessen, Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler in Zukunft besser und sehr individuell im Unterricht berücksichtigen zu können. Darüber hinaus werden alternative Prüfungsformen wie schriftliche Arbeiten, mündliche Prüfungen und kooperative Präsentationen eingeführt, die Klausuren ersetzen sowie gezielt auf die Abiturprüfungen und das spätere Studium vorbereiten.

Das Schulentwicklungsvorhaben beginnt mit dem Eintritt in die Einführungsphase. Die Veränderungen betreffen alle unterrichteten Fächer mit Ausnahme von Literatur-, Projekt-, Vertiefungs- und Sportkursen.

WIE WIRD DER UNTERRICHT IN DIESEN JAHRGÄNGEN GESTALTET?

Um die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers stärker berücksichtigen zu können, wird das Konzept des phasierten Unterrichts eingeführt. In allen Fächern gibt es klar erkennbare Phasen:

Der Zeitanteil der drei Phasen am Gesamtunterricht ist nicht verbindlich vorgegeben, sondern ergibt sich aus den individuellen Voraussetzungen der jeweiligen Lerngruppen und den jeweiligen Inhalten der Lehrpläne. Das Stundenraster und damit der Stundenplan wird vom SEVO nicht beeinflusst.

WELCHE LEISTUNGSNACHWEISE MÜSSEN DIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER ERBRINGEN?

In der Einführungsphase gibt es keine Veränderungen – alle Leistungsnachweise erfolgen in Form von Klausuren. In den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase werden Wahlmöglichkeiten eingeführt: In drei bis vier Fächern wird in je einem Halbjahr eine Klausur durch einen der folgenden alternativen Leistungsnachweise ersetzt: schriftliche Arbeit, mündliche Prüfung, kooperative Präsentation. 

WO FINDE ICH INFORMATIONEN ZUM RECHTLICHEN RAHMEN DES VORHABENS?

Das Schulentwicklungsvorhaben zur "Individualisierung von Lernprozessen und Formaten der Leistungsüberprüfung in der Sekundarstufe II" wurde vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW ab dem 1. August 2013 genehmigt und ist landesweit einzigartig. Der rechtliche Rahmen wird gesetzt durch das Schulgesetz NRW und den Runderlass "Mehr Freiräume für innovative schulische Vorhaben" vom 2.7.2012.