Die Mittelstufe

Die Mittelstufe umfasst die Jahrgangsstufen 7, 8 und 9. Die Fächer der Unterstufe werden fortgeführt, wobei die Stundenzahl variieren kann. Das Ziel der Mittelstufe ist der Erwerb der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe oder zum Besuch vollzeitschulischer Bildungsgänge des Berufskollegs. Sie wird mit der Versetzung am Ende der 9. Klasse erreicht.
Der mittlere Schulabschluss wird nicht nach Beendigung der Mittelstufe, sondern nach zehn aufsteigenden Schuljahren am Ende der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (Klasse 10) vergeben. Als weitere Abschlüsse der Sekundarstufe I können erworben werden: ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss am Ende der Klasse 9 und ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertiger Abschluss.
Das Kollegium unserer Schule ist fortlaufend bemüht, seine Pädagogik den Erfordernissen der Zeit anzupassen und arbeitet stets an „offenen Fragen“ zur Mittelstufe: an neuen Angeboten im Differenzierungsbereich, an der Entwicklung neuer Arbeitsformen, an zusätzlichen Möglichkeiten der individuellen Förderung. Schließlich kommt der Mittelstufe als Bindeglied zur Sekundarstufe II eine besondere Bedeutung zu. Ihr Ziel ist nicht nur, die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Abschlüsse und Qualifikationen zu vermitteln, sondern vor allen Dingen den Jugendlichen in einer schwierigen Phase ihrer Entwicklung Halt und Orientierung zu bieten.
Um die mit der Schulzeitverkürzung an Gymnasien einhergehenden erhöhten Anforderungen in ihren Auswirkungen zu minimieren, gibt es neben dem breiten Förderangebot der Schule auch organisatorische Vorgaben, die das Lernen erleichtern unddie Motivation der Schülerinnen und Schüler erhalten sollen. Sodifferenziert z.B. der reguläre Fachunterricht zwischen Einheiten, in denen fachspezifisches Wissen und Basiskompetenzen vermittelt werden, sowie Bereichen, die individualisiertes und projektorientiertes Lernen vorsehen, um so noch intensiver auf die besonderen Interessen und Lernbedürfnisse des Einzelnen eingehen zu können. 

 

Der Wahlpflichtbereich

Eine Besonderheit in der Mittelstufe stellt der Wahlpflichtbereich in den Jahrgangsstufen 8 und 9 dar. Er bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen gemäß Begabung und Interesse individuellen fachlichen Schwerpunkt zu bilden. Sie wählen eines von vier Fächern aus dem Angebot der Schule.
Wer an einer dritten Fremdsprache interessiert ist, kann Französisch oder Spanisch lernen. Musisch-künstlerisch begabten Schülerinnen und Schülern wird im Fach KuMuLi (Kunst-Musik-Literatur) Gelegenheit gegeben, ihre Potenziale zu entfalten. Des Weiteren kommen diejenigen, die mathematischnaturwissenschaftlich interessiert sind, in einem Fach zum Zug, in dem mit Hilfe der Informatik an kleineren naturwissenschaftlichen Forschungsprojekten gearbeitet wird. Und schließlich bietet sich noch die Möglichkeit, bilingual zu lernen und sich in einem Angebot der Fächer Englisch und Geschichte mit historischen und aktuellen politischen und sozialen Fragen zu beschäftigen. Ob ein Kurs in dem entsprechenden Fach eingerichtet wird, hängt vom Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler ab. Die Untergrenze liegt bei zehn Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern. 

 

Lernstandserhebungen

In der achten Klasse nehmen die Schülerinnen und Schüler der Schule an den landeseinheitlichen Lernstandserhebungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik teil. Lernstandserhebungen überprüfen, ob die Anforderungen von Bildungsstandards erfüllt sind, die laut Kultusministerkonferenz am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 8 erreicht sein sollten, und geben damit sowohl der Schule als auch den Familien der Lernenden nützliche Hinweise zur Einschätzung des Unterrichtsund Lernerfolgs.

 

Beratungsangebote

Eltern und Schülerinnen und Schüler können sich bei Fragen zur Schullauf bahn, zur Versetzungsordnung sowie zu Abschlüssen und Berechtigungen der Sekundarstufe I jederzeit an die Klassenlehrerinnen und -lehrer und an den Mittelstufenkoordinator der Schule wenden.
So wird versucht, der Bedeutung dieser Phase der Schullaufbahn Rechnung zu tragen. Übergänge sind herausfordernde Momente auf dem Lebensweg jedes Einzelnen, die mit besonderer Intensität erfahren werden. Sie bedürfen daher spezieller Aufmerksamkeit.