Inhaltsverzeichnis

Evaluationskonzept

1. Einleitung - Evaluation als Chance

Das Plädoyer, Evaluation als Chance aufzufassen, stellt für die Schulgemeinschaft der Hildegardis-Schule den Ausgangpunkt der Überlegungen dar. Der Beitrag einer Elternvertreterin veranschaulicht am Beispiel des Unterrichtsfeedbacks, wie wertvoll Evaluation als das Betrachten und Bewertender gemeinsamen Arbeit ist:

"Die Hildegardis-Schule versteht sich als Schule auf dem Weg und stellt sich damit dem Anspruch der Weiterentwicklung auch im Hinblick auf den täglichen Unterricht. Eine systematische Evaluation der Unterrichtspraxis dient der Weiterentwicklung insofern, als sie über ein spontanes, situationsbezogenes Schüler- oder Lehrerfeedback hinaus das Potenzial hat, Unterricht als wechselseitiges Geschehen einer kontinuierlichen (selbst-)kritischen Prüfung seitens aller Beteiligten zu unterziehen.

Bezogen auf seine Wortherkunft valēre (stark, wohl auf, gesund, etwas wert sein) darf die Evaluation von Unterricht nicht als bloße Bestandsaufnahme eines Ist-Zustands von Unterricht verstanden werden. Der Zielsetzung des Leitbildes Miteinander lernen, aufeinander achten, füreinander da sein entsprechend, ist jede Evaluation vielmehr auf Zukunft hin ausgerichtet: Sie soll der Unterstützung von Lehrenden und Lernenden bei der fortlaufenden Entwicklung eines positiven Lehr- und Lernklimas dienen, in dem alle Beteiligten sich ernst und wahrgenommen fühlen können.¨

2. Ziele und Grundsätze

Evaluation kann und soll also im schulischen Kontext als „elementarer Bestandteil der Qualitätsentwicklung“[1] wichtige Beiträge liefern, um den Reflexionsprozess über Schule und Unterricht zu unterstützen und „Fakten anstelle von Vermutungen zu setzen“[2].Ziel ist dabei die Qualität von Schule systematisch weiterzuentwickeln und notwendige Standards zu sichern.

Bei der Umsetzung gilt es auch im schulischen Kontext die allgemein anerkannten Standards für Evaluation zu berücksichtigen: Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness und Genauigkeit[3]. Als christliche Schulgemeinschaft legt die Hildegardis-Schule in diesem ZusammenhangWert auf die Transparenz der Vorgänge, die Partizipation der Beteiligten und eine „Kultur der Verbindlichkeit[4]. Letztlich geht es um die Weiterentwicklung einer Evaluationskultur christlicher Prägung, die von Vertrauen und Verantwortung[5] geprägt ist, entsprechend dem Aufruf aus dem ersten Thessalonicher Brief:

„Prüfet aber alles. Das Gute behaltet!“ (1. Thess 5,21)

 

 

3. Interne Evaluation

3.1. Zuständigkeit und Steuerung

Qualitätsentwicklung und somit auch Evaluation kommen allen am Schulleben Beteiligten zugute:

"So profilieren sich Schulen in Zukunft noch stärker als LernendeOrganisationen – zum gemeinsamen Nutzen der Lernenden und Lehrenden."[6]

Damit ist auch eine Mitverantwortung jedes Einzelnen verbunden, sich aktiv und konstruktiv an Evaluationsprozessen zu beteiligen und bei der „Gewinnung der für die Schul- und Unterrichtsentwicklung relevanten Informationen und Daten“[7] mitzuwirken.

Der systematische Evaluations-Prozessder Schule wird dabei von der Schulleitung koordiniert und verantwortet:

„Die Schulleitung achtet darauf, dass die schulischen Entwicklungsziele auf der Grundlage fachbezogener Planungsprozesse und Absprachen sowie umfassender Erfahrungsauswertung und durchgeführter interner und ggf. externer Evaluation weiterentwickelt werden.“[8]

Zur Koordination der Qualitätsentwicklung wurde an der Hildegardis-Schule im Jahr 2013 die QM-Steuergruppe ins Leben gerufen, in welcher Schüler-, Eltern-, und Lehrervertreter sowie der Schulseelsorger, die Schulleitung und Vertreter des Trägers eng zusammen arbeiten[9]. Zudem istdie Funktionsstelle „Koordinator/in für Evaluation und Fortbildungsmaßnahmen“ für die Bereiche Planung, Auswertung und Dokumentation seit dem 01.12.2014 eingerichtet[10].

3.2. Methoden und Instrumente

Am Anfang jeder Evaluationsmaßnahme steht das Bedürfnis nach Erkenntnisgewinn hinsichtlich des Ist-Zustandes und des Entwicklungspotenzials eines unterrichtlichen oder außerunterrichtlichen Bereiches des Schullebens.

„Sie [die Rechenschaftslegung] dient erstens der (Selbst-)Überprüfung oder (Selbst-)Kontrolle des unterrichtlichen und erzieherischen Handelns und zweitens der Verbesserung und Optimierung von Schule und Unterricht, was den Entwicklungsaspekt von Evaluation unterstreicht.[11]



Die Untersuchung erfolgt sinnvoller Weise in Form eines Kreislaufes, da „das Ergebnis eines Evaluationsverfahrens […] sogleich den Ausgangspunkt für erneute Handlungsstrategien, die es ihrerseits wiederum zu evaluieren gilt,“[12] bietet. Hierbei werden nach einer Situationsanalyse (Ist- und Sollvergleich) die konkreten Fragen und Ziele, die Kriterien und Indikatoren sowie die Methoden festgelegt, die Durchführung und Auswertung geplant und Controlling sowie Dokumentation organisiert.

Folgende Instrumente kommen an der Hildegardis-Schule zum Einsatz:

Qualitative Instrumente

  • Dokumentenanalyse
  • Interview
  • Hospitation
  • Resonanzgruppe
  • Unterrichtsbeobachtung
  • Vergleichsarbeiten und Lernstandserhebungen

Quantitative Instrumente

  • Fragebögen
  • Statistikanalyse

3.3. Inhalte und Bereiche

Die Evaluation hat an der Hildegardis-Schule eine gute Tradition[13]. Es werden sowohl fortlaufende Evaluationsprozesse gepflegt als auch singuläre Verfahren im aktuellen Bedarfsfall durchgeführt. Dabei können alle Bereiche und Ebenen der Schule miteinbezogen werden, von der Selbstevaluation der einzelnen Lehrperson (Reflexionsmaterial steht zur Verfügung) bis hin zur Befragungen aller am Schulleben beteiligten Personengruppen.

Die Fachkonferenzen beraten einmal im Jahr über einen möglichen Evaluations- bzw. Fortbildungsbedarf und das Resultat wird ggf. bei der Konferenz der Fachvorsitzenden zu Beginn des zweiten Halbjahres vorgestellt und diskutiert und bei Bedarf an die Lehrerkonferenz weitergeleitet.

 

Umfangreichere Evaluationsmaßnahmen wurden in den letzten Jahren wie folgt durchgeführt:

2012 Erste Qualitätsanalyse des Landes NRW in Kooperation mit dem Erzbistum Paderborn
2012 Evaluation der Vertretungspraxis, als Teil der Zielvereinbarungen zur QA
2013 Evaluation des Hausaufgabenkonzeptes
2015 Aktualisierung der „Scivi-Stunden“[14]: Eine Resonanzgruppe mit Vertretern aus der Schülerschaft, der Elternpflegschaft und des Kollegiums evaluierte das bisherige Verfahren und entwickelte das Modell weiter.
2016 (Juni) Befragung des Kollegiums zur Arbeitszufriedenheit – in Absprache zwischen Schulleitung, Lehrerrat und Koordination Evaluation
2016 (September)  Befragung aller Eltern der Sek I. und der Schüler der Sek II. zum Thema „außerschulische Nachhilfe und schulische Fördermaßnahmen“
2017 (Oktober) Zweite Qualitätsanalyse des Landes NRW in Kooperation mit dem Erzbistum Paderborn
2018 (April) Evaluation des Schülerfeedback-Verfahrens: Befragung aller Lernenden und Lehrenden

3.3.1. Auswertung von zentralen Leistungsüberprüfungen
Lernstandserhebungen und zentrale Prüfungen im Jahrgang 10

Um abzusichern, dass das Ergebnis der Beratung über die Lernstandserhebungen in den Schulentwicklungsprozess einfließen kann, ist das Vorgehen wie folgt festgelegt: Die erhobenen Daten der Lernstandserhebungen im Jahrgang 8 (LSE8) und der zentralen Prüfungen im Jahrgang 10 werden von den Fachschaften der Kernfächer als obligatorischer Tagesordnungspunkt im Rahmen einer Fachkonferenz ausgewertet; ggf. werden konkrete Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung und die Fortbildungsplanung gezogen. Das Resultat ist im Protokoll der Fachkonferenz dokumentiert.

Zudem findet jährlich eine Auswertungssitzung zu den LSE8 statt, bei der der Mittelstufenkoordinator, die Fachvorsitzenden der Kernfächerunddie unterrichtenden Fachkollegen beobachtbare Tendenzen und mögliche Handlungsoptionen beraten. Die Ergebnisse werden bei der nächsten Schulkonferenz vorgestellt. Der Mittelstufenkoordinator informiert darüber hinaus die Eltern der teilnehmenden Schüler über die individuellen Rückmeldungen für ihr Kind.

 

Zentralabitur
Ein Gremium bestehend aus der Schulleitung und dem Oberstufenkoordinator sichtet die erzielten Abiturabschlüsse mit Blick auf allgemeine Tendenzen zu anderen Jahrgängen. Während der Phase des Schulentwicklungsvorhabens ist auch der Projektleiter des SEVO an der Auswertung beteiligt.

  

3.3.2. Aktuelle Schwerpunkte[15]

  • Begleitung des Schulentwicklungsvorhabens:

Das Schulentwicklungsvorhaben mit dem Fokus Individualisierung ist ein Resultat der Zielvereinbarungen zur Qualitätsanalyse des Jahres 2012.

Der Projekt-Fachausschussüberprüft das Einhaltender ministeriellen Vorgaben, bewertet den Stand der Umsetzung und ermittelt fortlaufend einen möglichen Handlungsbedarf auf Seiten der involvierten Schüler und Lehrer zur Optimierung des Prozesses[15]. Sie setzt sich aus der Schulleitung, dem Projektleiter, zwei Vertreterinnen der Fächer kath. und ev. Religionslehre und externen Beratern zusammen. Die Mitglieder decken mit ihren Unterrichtsfächern die Aufgabenfelder I-III sowie den Bereich Religionslehre ab.

In monatlichen Treffen tauscht sich der SEVO-Fachausschuss mit der Schüler-Resonanzgruppe aus, die aus Schülervertretern der drei Oberstufenjahrgänge gebildet wird.

Die interne Evaluation des Schulentwicklungsvorhabens wird ab dem Schuljahr 2017/18 von Frau Laura Becker, Mitglied des Lehrerkollegiums, im Rahmen ihrer Dissertation übernommen.

 

  • Weiterentwicklung des verbindlichen Schüler-Feedback-Verfahrens:

Schülern, Eltern und Lehrern ist dabei wichtig, dass das „Herzstück von Feedback das methodisch gestützte Miteinander-ins-Gespräch–Kommen“[17] darstellt, um Verbesserungen des Unterrichts gemeinsam planen und umsetzen zu können.

In diesem Sinne wurde von der QM-Steuergruppe ein Kanon von schuleinheitlichen Feedbackfragen entwickelt und von der Lehrerkonferenz als verbindlich verabschiedet (Beschluss vom 10.08.15). Die Lehrperson kann darüber hinaus weitere Fragen zur Unterrichtsgestaltung anfügen und für die Schülerinnen und Schüler ist ein Feld für freie Äußerungen auf dem Fragebogen vorgesehen.

Jede Lehrperson erhebt im ersten Halbjahr in jeder Lerngruppe auf Basis dieses Fragebogens ein Feedback, das zusammen mit den Schülerinnen und Schüler zeitnah ausgewertet wird[18]; entsprechende gegenseitige Zielvereinbarungen werden gemeinsam getroffen und nach einem verabredeten Zeitraum überprüft[19].

Eine umfassende Evaluation des Schüler-Feedback-Verfahrens wurde nach dem dritten Durchgang im Frühjahr 2018 mit organisatorischer Unterstützung der SV durchgeführt; dabei erhielten alle Lernenden und Lehrenden die Möglichkeit, sich differenziert auf der Basis eines Fragebogens zum Verfahren zu äußern: Mit der Form des Feedbacks war der Großteil aller Beteiligten zufrieden[20]. Nachbesserung wünschte sich die Schülerschaft bei der flächendeckenden Umsetzung des Verfahrens und das Kollegium bei der Zusammenstellung der verbindlichen Fragen. Die Koordination und Umsetzung dieser Anliegen übernimmt weiterhin federführend die QM-Steuergruppe.

 

„Unterrichten schließt für uns die Bereitschaft zur Selbstreflexion - und auch zur Selbstkorrektur -  im Hinblick auf geplante Wege der unterrichtlichen Vermittlung ein.“[21]

  

 

3.3.3.Übersicht

Die folgende Übersicht weist sowohl Evaluations- als auch Controllingverfahren aus, die an der Hildegardis-Schule kontinuierlich praktiziert werden:

 

Beteiligte Instrument Bereich / Ziel Verantwortliche
Eltern Jg. 5 Fragebogen Summatives Feedback: Übergang zum Gymnasium, Tag der offenen Tür etc. Unterstufenkoordination
Schüler Jg. 8 Statistikanalyse Auswertung der Lernstandserhebungen Fachschaften der Kern-fächer, Mittelstufenkoordination
Schüler Jg. 5-Q2   Fragebögen für die Schüler in allen Klassen und Kursen Formatives Schüler-Feedback zum Unterricht in allen Fächern im 1. Halbjahr unterrichtende Lehrpersonen
Schüler Jg. E Fragebögen Formatives Feedback zu den Berufsorientierungsmaß- nahmen Koordination Berufswahlorientierung  
Schüler Jg. E Fragebögen Formatives Feedback: Seiteneinsteiger - Übergang zur gymnasialen Oberstufe Funktionsstelle Betreuung der Seiteneinsteiger
Schüler Jg. E-Q2 Dokumentenanalyse Fragebögen Hospitation Interview Resonanzgruppe Umsetzung und Begleitung des Schulentwicklungsvorhabens (SEVO)   externe Gutachter SEVO-Fachausschuss - ab 2017/18 im Rahmen einer Dissertation 
Abitur-jahrgang Statistikanalyse Auswertung der Abiturergebnisse Schulleitung Oberstufenkoordination 
Projektleiter SEVO
Kollegen Dokumentenanalyse Einhalten der Richtlinien-vorgaben bei den Klausuren Fachvorsitzende
Kollegen Dokumentenanalyse Kontrolle der Kurshefte und Klassenbücher Koordination der drei Stufen
Kollegen Unterrichtsbeobachtung Angebot[20] der kollegialen Unterrichtshospitation (KUH) Kollegen in allen Jahrgangsstufen
Fachschaften Austausch bei der Fachkonferenz, obligatorischer TOP im ersten Halbjahr Ermittlung eines möglichen Evaluations- und Fortbildungsbedarfs Fachvorsitzende

 

3.4. Dokumentation

Die Ergebnisse der einzelnen Evaluationsverfahren werden von den jeweils Verantwortlichen dokumentiert und veröffentlicht. Für die QM-Steuergruppe übernimmt dies der/die Koordinator/in für Evaluation in Form von Protokollen, die allen Kollegen zur Einsicht zugänglich sind, und eines Aktionsplanes, der turnusmäßig bei einer Lehrer-bzw. Schulkonferenz vorgestellt wird.

Evaluationsergebnisse des SEVO-Fachausschusses werden den entsprechenden Gremien zeitnah präsentiert und sind in der umfassenden Gesamtdarstellung ausgewiesen, die jeweils am Ende des Schuljahres in aktualisierter Form veröffentlicht wird.

 

3.5. Vernetzung

Nicht jede Schule muss das „Rad neu erfinden“ – auch nicht in Sachen Evaluation; aus diesem Grund ist eine Vernetzung ausgesprochen wünschenswert. Im Erzbistum Paderborn erfolgt diese u.a. auf der Ebeneder Evaluationsbeauftragten[23] und der Schulentwicklungsberater. Unter der Leitung des QM-Kernteams findet seit 2012 ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Vertretern der Bistumsschulen statt, wobei bewährte Evaluationsverfahren vorgestellt und mögliche Herausforderungen thematisiert werden.

 

Für die weitere Arbeit ergeben sich folgende Aufgaben und Ziele:

  • Zielperspektiven für die interne Evaluation
  • Entwicklung eines Fragebogens zur Berufswahlorientierung am Ende der Q2
  • Förderung der kollegialen Unterrichtshospitation auch als Umsetzung der Zielvereinbarung Nr. 3 der QA 2017: Bilden eines Arbeitskreises „interne Evaluation“ mit dem Ziel, das Konzept sukzessiv in die Praxis umzusetzen.
  • Evaluation des im Herbst 2016 modifizierten[24] Fortbildungskonzept und des im April 2017 beschlossenen Schulprogramms nach zwei bis drei Jahren Erprobung

  

4. Externe Evaluation

Bereits im Jahr 2009 hat die Hildegardis-Schule eine umfassende externe Evaluation zum Ist-Stand auf der Basis des SEIS-Programms in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden u.a. bei einer mehrtägigen Kollegiumstagung in der katholischen Akademie in Schwerte aufgegriffen und in Arbeitsgruppen weiterbearbeitet.

Im Rahmen der Qualitätsanalyse des Landes NRW wurde die Schule im Frühjahr 2012 besucht und erhielt dabei eine sehr erfreuliche Rückmeldung. Die Zielvereinbarungen zur QA wurden im vorgegeben Zeitrahmen erfolgreich umgesetzt.[25]

Erkenntnisse aus beiden Evaluationen flossen auch in die Konzeptionierung des SEVO ein, in welchem die Zielvereinbarung der ersten QA zum Bereich „Individualisierung“ umgesetzt worden ist. Bei der Begutachtung von „schriftlichen Hausarbeiten“ im Rahmen der alternativen Formate der Leistungsbewertung unterstützen externe Gutachter die Evaluation (Frau LRSD' Noll und - bis zu seinem Ableben - Herr OStD i.K. Dr. Gantenbrink –und danach Herr OStD i.K. Zingler).

Zur Bewertung und Begleitung des Schulentwicklungsvorhabens konnte Prof. Dr. Dollase von der Universität Bielefeld als externer wissenschaftlicherEvaluationspartner gewonnen werden. In Absprache mit dem schulinternen Arbeitskreis „externe Evaluation“ hat Prof. Dollase einen Fragebogen entwickelt, der die Haltung der Schülerinnen und Schüler zu den alternativen Formaten der Leistungsüberprüfung im Rahmen des SEVO und ihre Erfahrungen in den Fokus nimmt und dabei besonders den Aspekt der Motivation untersucht. Die Befragung in den Jahrgangsstufen Q1 und Q2 erfolgte im Herbst 2016.

Die Koordination obliegt dem Institut für Schule, Erziehungs- und Fachwissenschaften (ISEF) unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhardts.

Die zweite, neu ausgerichtete Qualitätsanalyse fand an der Hildegardis-Schule im Oktober 2017 unter der Leitfrage „Was ist uns wichtig?“ statt. Die Ergebnisse der Analyse, im Abschlussbericht vom 06.12.2017 dokumentiert, bilden die Basis für die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Schulgemeinschaft konnte sich dabei erneut über ein sehr positives Ergebnis freuen[26]. Beobachtungen und Anregungen aus der Analyse wurden am 14.03.2018 als Zielvereinbarungen auf vier Ebenen verortet:

  1. Überarbeitung der Fachcurricula
  2. Präzisierung der Kriterien der Leistungsbewertung
  3. Effektivere Nutzung der Fachkonferenzen als Gremium und Ort für Unterrichtsentwicklung und -gestaltung
  4. Weitere Freiräume für individualisierte und kooperative Lernwege öffnen.

 

  • Zielperspektive für die externe Evaluation:
  • Kooperation mit Prof. Dollase bei der Auswertung der Befragung
  • Umsetzung der Zielvereinbarungen aus der zweiten Qualitätsanalyse bis zum September 2020 - federführend durch die Koordinationsstellen Lehrplanarbeit, Unterrichtentwicklung und Evaluation/ Fortbildung

 

Das vorliegende Evaluationskonzept wird – unter Mitwirkung der beteiligten Gremien - im Rahmen der Schulprogrammarbeit kontinuierlich weiterentwickelt.

K. Fessen-Bisterfeld
(Koordinatorin für Evaluation und Fortbildung)

[1]Kempfert, Rolff: Qualität und Evaluation, Weinheim / Basel 42005, S. 90

[2] M.Sowoda (Uni Münster): Vortrag bei der Tagung des Arbeitskreises Schulen / Gesellschaft für Evaluation

DeGEval, Soest 29.05.2015

[3] DeGEval, Download 24.07.2015

[4] Gemäß QB 7

[5] Vertrauen und Verantwortung als Leitwerte gemäß dem „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“ 2014

[6] H. Mittelstädt: Evaluation von Unterricht und Schule, Köln 2006, S. 9

[7] Referenzrahmen Schulqualität NRW 2014: Kriterium 4.7.2, S. 85

[8] Referenzrahmen: Kriterium 4.7.1, S. 84

[9] Konzept und Auflistung der bearbeiteten Themen und Aufgaben siehe: Protokolle der QM-Steuergruppe

[10] Aufschlüsselung der Aufgaben siehe: Geschäftsverteilungsplan

[11] Prof. Dr. C. Buhren: Wozu brauchen wir Selbstevaluation in der Schule? In: Die BASS von A bis Z. Erläuterungen und Handlungsempfehlungen für die Schulpraxis in NRW, 4/2018, S. 5

[12] S. Seitz, Hiebl: Feedbackkulturin Schulen etablieren, Köln 2014, S. 28

[13] „Die Evaluationskultur ist an dieser Schule vorbildlich ausgeprägt“, QA-Bericht 2012, S. 70

[14] „Wisse die Wege“: Kurs im Umfang einer Wochenstunde mit Elementen der Prävention, der Werteerziehung,

der Methodenschulung, der Berufswahlorientierung etc. siehe „Präventionsarbeit“

[15] „Im Rahmen unseres Evaluationskonzepts legen wir derzeit den Schwerpunkt auf die Evaluation von Unterricht

[…]“ (Schulprogramm der Hildegardis-Schule 2017/18, S. 4)

[16] Siehe: „Chronologie der Evaluation“ in der „Gesamtdarstellung zum SEVO“, Stand Oktober 2016

[17] Bastian u.a. 2005, nach: Seitz, Hiebl, S. 18

[18] „Die SuS erhalten systematisch Möglichkeiten, den Lehrkräften zu unterrichtlichen Prozessen und Inhalten […]

Feedback zu geben.“ (Referenzrahmen NRW, aufschließendes Aussagen zu 2.5.2)

[19] „Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zum Unterricht werden von den Lehrerinnen und Lehrern zur Weiterentwicklung der Lehr- und Lernsituation genutzt.“ (Qualitätskriterien der Katholischen Schulen. Ein Orientierungsrahmen, Mai 2009, S. 30; „Bei der Planung und Gestaltung der Arbeitsabläufe und Vorgehensweisen werden auch Ergebnisse von Verfahren des Schülerfeedbacks genutzt.“ (Referenzrahmen NRW, aufschließende Aussagen zu 2.9.1)

[20] Schulprogramm der Hildegardis-Schule 2017/18, S. 15

[21] Ergebnisse im Einzelnen: siehe Protokoll zur Lehrerkonferenz vom 27.08.2018 inkl. PPP

[22] Während der Phase des SEVO wurde – zugunsten der Evaluationsmaßnehmen zu den alternativen Formaten

der Leistungsüberprüfung etc. - darauf verzichtet an dieser Stelle auf eine größere Verbindlichkeit hinzuwirken.

[23] Erste Tagung im März 2017

[24] Siehe Protokoll der Lehrerkonferenz vom 3.11.16, inkl. PPP

[25] Siehe: Protokoll der QM-Steuergruppe vom 24.09.2015

[26] Siehe QA-Bericht vom 06.12.2017 (Die Rückmeldungen des Abschlussberichtes bewegen sich zu über Dreiviertel der Prüfkriterien in der höchsten Kategorie.)

    Letzte Änderung: 08.10.2018