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QM-Steuergruppe der Hildegardis-Schule

Der Schulträger hat - unter anderem als Konsequenz aus dem ersten Durchgang der Qualitätsanalyse - zur Koordination des Qualitätsmanagements die Einrichtung von Steuergruppen an allen erzbischöflichen Schulen initiiert und gefördert. Die Schulen erhielten dabei die Möglichkeit, QM-Steuergruppen einzurichten, die entsprechend der Belange und Bedingungen der jeweiligen Schulgemeinschaft gestaltet worden sind.

An der Hildegardis-Schule wurden diesbezüglich zwei Grundsatzentscheidungen getroffen:

  1. In der QM-Steuergruppe sollen neben den Vertretern des Schulträgers, der Schulleitung, den Funktionsstelleninhabern und gewählten Mitliedern des Kollegiums auch Vertreter der Schüler[1]- und Elternschaft[2] einbezogen werden. Damit ist gewährleistet, dass die beteiligten Gruppen den Prozess der Schulentwicklung aktiv mitgestalten[3] können.
  2. Die QM-Steuergruppe soll die bestehenden Gremien unterstützen und keine konkurrierende Einrichtung darstellen; dies gilt insbesondere mit Blick auf die erweiterte Schulleitung und die Schulkonferenz. Daraus ergibt sich, dass die entwickelten Konzepte und Vorhaben in erster Linie empfehlenden Charakter haben.

 Diese Ausrichtung hat sich aus Sicht der Beteiligten bewährt. Vor allem die „kurzen Wege“ werden von allen geschätzt, so dass es möglich ist, zeitnah ein Meinungsbild zu erheben und Absprachen zum weiteren Vorgehen zu treffen. Auf diese Weise konnten seit dem Schuljahr 2013/14 verschiedene Initiativen zur Schulentwicklung auf den Weg gebracht werden, u.a. das Verfahren des verbindlichen Schüler-Feedbacks[4], die Umfrage „Nachhilfe und Fördermaßnahmen“ und die Vorbereitung auf die zweite Qualitätsanalyse.

Die inhaltliche Ausrichtung und die konkreten Organisationsstrukturen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

 


Ausrichtung und Organisation der QM-Steuergruppe

Qualitäts-Management
  • Die QM-Steuergruppe operiert auf den Ebenen der Qualitätssicherung und der Qualitätsentwicklung.
Koordination:
Schulentwicklung
  • In der QM-Steuergruppe werden Maßnahmen der Schulentwicklung beraten und entsprechende Konzepte entwickelt.
  • Im Prozess des Qualitätskreislaufes fließen die Arbeitsergebnisse und die Zielperspektiven der QM-Steuergruppe in die Jahresplanarbeit der Schule mit ein.
Kooperation:
Unterrichtsentwicklung
  • Mit dem „Projekt-Fachausschuss SEVO“ findet eine themenfokussierte Kooperation statt. Der Schulleiter und die Funktionsstelleninhaberin „Evaluation und Fortbildung“ sind zudem Mitglieder des SEVO-Fachausschusses.
  • Die Funktionsstelleninhaberin „Unterrichtsentwicklung“ ist gesetztes Mitglied der QM-Steuergruppe; sie sorgt für eine vernetzte Kooperation der Bereiche Unterrichts- und Schulentwicklung.
Selbstverständnis
  • Kooperation im Sinne eines christlichen Miteinanders
  • Partizipation
  • Transparenz
  • Praktikabilität
Ziele
  • Optimierung von Strukturen und Prozessen des Schullebens
  • Beteiligung von möglichst vielen Interessensgruppen an der Weiterentwicklung der Schulkultur und des Schulprogramms
Aufgaben
  • Begleitung der Umsetzung der Zielsetzungen des Referenzrahmens Schulqualität NRW
  • Vorbereitung auf die Qualitätsanalyse
  • Ermitteln von relevanten Entwicklungsschwerpunkten
  • Sammeln und Sichten von konkreten Ideen und Vorschlägen
  • Erstellen von praktikablen Konzeptvorschlägen
  • Vermittlung der Konzeptvorschläge an die entsprechenden Gremien zur Entscheidung und Umsetzung
  • Controlling, Evaluation und Dokumentation der Ergebnisse
Besetzung
(11 Personen)
  1. Ständige Mitglieder:
    • ein Schulträgerbegleiter
    • ein Vertreter der Schulleitung
    • ein Vertreter der Schulseelsorge
    • die Koordinations- / Funktionsstelleninhaber:
      • Evaluation und Fortbildung
      • Unterrichtsentwicklung
  2. Auf zwei Jahre gewählte Mitglieder:
    • zwei vom Kollegium nominierte Lehrer
    • zwei nominierte Vertreter der SV,
      in der Regel die Schülersprecher
    • zwei nominierte Vertreter der Schulpflegschaft,
      in der Regel die Vorsitzenden
    • Alle Gremien wählen zudem jeweils einen/ Vertreter/in für den Fall, dass ein Nominierter an einer Sitzung nicht teilnehmen kann.
Leitung
  • die / der Koordinator / in für Evaluation
Arbeitsweise
  • Das Team trifft sich nach Bedarf, aber mindestens einmal im Quartal zu einer Konferenz.
  • Vorschläge zur Tagesordnung können im Vorfeld bei allen Gremien eingereicht werden. Der/ die Koordinator/ in für Evaluation veröffentlicht die TOP frühzeitig per Aushang bzw. Anschreiben.
  • Zu einzelnen Vorhaben können sich Arbeitskreise bilden.
  • Das Team lädt bei Bedarf Experten oder Berater ein und sorgt für die Fortbildung der Mitglieder.
Dokumentation
  • Ein (schematisiertes) Ergebnisprotokoll wird abwechselnd von den Kollegiumsmitgliedern erstellt. Das Protokoll wird den entsprechenden Gremien zeitnah zugänglich gemacht.
  • Die Ergebnisse der Teamarbeit werden regelmäßig bei einer Lehrer- und / oder Schulkonferenz präsentiert.
  • Ein "Aktionsplan" wird kontinuierlich von dem/ der  Koordinator/ in für Evaluation geführt.

 

[1] „Die Schule eröffnet den SuS Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten durch Mitwirkung, Verantwortungsübernahme und Gestaltungsmöglichkeiten“ (Referenzrahmen NRW, aufschließende Aussage zu Kriterium 2.3.2); „Die Schule fördert die Arbeit der Schülervertretung und beteiligt sie am Schulentwicklungsprozess.“ (QA-Tableau 3.4.3)

[2]„Die Schule fördert, dass Erziehungsberechtigte Funktionen und Ämter in der Schule übernehmen und aktiv in die Gremienarbeit einbezogen werden.“ (Referenzrahmen NRW, aufschließende Aussage zu Kriterium 3.1.4); „Die Schule beteiligt die Eltern am Schulentwicklungsprozess und an der Schulprogrammarbeit.“ (QA-Tableau 3.4.5)

[3] Gemäß QB 7.3.3 a) „Die Schul- und Unterrichtsentwicklung im Sinne der katholischen Eigenprägung ist als systematischer Prozess nach den Prinzipien von Partizipation, Delegation und Transparenz angelegt.“

[4] Siehe Evaluationskonzept

    Letzte Änderung: 08.08.2017